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WIM 23

5. Feb.
6 Min. Lesezeit

30. Warsteiner Internationale Mongolfiade 2023

Mein persönlicher Rückblick

Dieses Jahr durfte ich die beiden Piloten Eugen Nussbaumer und Andreas Frank an die 30. Warsteiner Internationale Mongolfiade begleiten. Dabei waren auch Clarissa Nussbaumer und Vreni Frank. Wir Drei bildeten die Boden-Crew.

So nahm ich am Donnerstag, 31. August die rund 650 km mit dem Land Rover und Wohnwagen in Angriff und nach 9-stündiger Fahrt erreichte ich das Ziel, den Campingplatz in Warstein, direkt neben dem Start- und Festgelände. Ich wusste nicht, dass es so viele Lastwagen auf der Welt gibt und dass die auch ausgerechnet heute auf dieser Strecke unterwegs sein mussten überraschte mich sehr.


  • Unser Campingplatz
  • 1. Teambesprechung
  • Crew-Bändel

Sehr herzlich wurde ich empfangen und bevor ich den Wohnwagen stellen konnte gab es bereits Nachtessen. Die ganze Woche über wurden wir Männer sehr verwöhnt. Anschliessend Wohnwagen stellen, installieren, ein bisschen einrichten und dann die erste Teambesprechung - es sollte nicht die letzte sein!


Freitag, 1. September

Freitag war einchecken und sich mit dem Gelände und den Örtlichkeiten bekannt machen. Wer wollte konnte einen Hubschrauber-Rundflug um das Warstein-Gelände buchen. Das Wetter war nicht sehr gut, teilweise regnete es aber vor allem

  • Hubschrauber-Rundflüge
  • Warsteiner Tulpe - aber in gross
  • Heinrichs Modellballon am Night Glow
  • Night Glow der Modellballone
  • Abendspaziergang durch die Buden
  • Die Warsteiner Tulpe

war der Boden sehr nass. Darum war am Abend dann die Eröffnung mit einem Night Glow der Modellballone und einem Feuerwerk. Dennoch sehr spannend was da alles organisiert war.





Samstag, 2. September

Schon am Freitagabend war klar, dass es am Samstagmorgen keinen Start gab. Dir Startflagge war auf rot und blieb es bis am Abend. So gingen wir gemeinsam nach Warstein zum Einkauf und einen kleinen Spaziergang im Ort. Die Wetter- und Windprognosen waren günstig und am Piloten-Briefing 16 Uhr 15 wurde das Startprozedere

  • Flagge rot = Startverbot
  • Warstein - imm ein Besuch wert
  • Am Nachmittag werden die Marktstände geöffnet
  • Startplatz A - wir sind bereit
  • Der Eröffnungsballon steigt auf
  • "Glück auf - Gut Land" wünscht man sich
  • Lucky Joe, der Liebling vor allem der Kinder
  • Die Freude der Zuschauer ist riesig
  • Alle finden einen Platz am Himmel über Warstein
  • Gelungener Massenstart
  • Lange Fahrt von Lucky Joe

ausgiebig besprochen. Der Abend bescherte nicht nur eine schöne Fahrt sondern auch SEHR viele Zuschauer, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Das Sicherheitdispositiv der Blaulichtorganisationen war sehr ausgeklügelt aber nach rund 38`000 Besuchern musste der Zutritt und so auch der ganze Ort abgeriegelt werden. Über Radio und alle möglichen Sozialen Medien wurde verbreitet, dass niemand mehr kommen solle. Der Massenstart gelang reibungslos, das "Gewusel" am Himmel faszinierend, die Fahrt erfolgreich.



Sonntag, 3. September

Sonntagmorgen war kein Start, der Wind war zu wenig stark. So genossen wir das Frühschoppenkonzert am Rande des Startplatzes. Weil Sonntag war öffneten auch die Marktstände früher als sonst. So stellte sich schnell ein emsiges Treiben ein.

Die Kinder genossen die verschiedenen Figuren des Drachenclubs Paderborn. Auch wir gesellten uns unter die Leute und schlenderten über den Jahrmarkt, was Andreas sichtlich Freude bereitete.

  • Warstein - die Brauerei
  • Der Drachenclub Paderborn erfreute vor allem die jungen Zuschauer
  • Drachenclub Paderborn
  • Sonntäglicher Frühschoppen
  • Jahrmarkt beim Startgelände
  • Andreas auf dem Jahrmarkt
  • Bodencrew und Passagiere warten auf das Ende des Piloten-Briefings
  • Die ersten Ballone sind startklar
  • Der dicke Anton, der grösste Tankwart Deutschlands
  • Massenstart gelungen
  • Autocorso entlang der Strasse

Nachmittags war dann wieder ein Start angesagt. Während dem Briefing für die Piloten holten wir von der Bodencrew die Gäste ab und machten die ersten Einweisungen und bereiteten sie auf die bevorstehende Ballonfahrt vor. Bei Einigen war die Nervosität ins Gesicht geschrieben. Aber am Ende der Fahrt waren alle glücklich und zufrieden. Kaum war die grüne Flagge aufgezogen ging es los und der Himmel wurde wieder "gestürmt".

Auch der "dicke Anton", der grösste Tankwart Deutschlands zog aus und davon. Viele Leute verfolgten die "Himmelskarawane" mit ihren Autos, hielten entlang der Strasse, machten Fotos oder genossen einfach den Moment.



Montag, 4. September

Der Montag liess aufhorchen. Laut Meteorologe waren heute zwei Fahrten möglich. Der Tag beginnt mit dem einzigen Wettkampf, der ALBERT CRAMER Long Distance Race. Jeder Pilot bekam ein Gerät das er am Korb

  • Massenstart zur Albert Cramer Log Distance Race
  • Startplatz A einmal von oben
  • Startplatz B - schon einige Ballone sind aufgestiegen
  • Heissluftballone bereichern den Himmel
  • Eindrucksvoll
  • Auch die Landschaft geniessen
  • Der Puma auf dem Sprung
  • Alle kommen uns nach
  • Ist das der Spitzenballon?
  • Unendliche Weiten
  • Wer wohl gewinnt?
  • Der dicke Anton hat uns überholt
  • Einfach nur geniessen
  • Viele Sehenswürdigkeiten
  • Der taiwanesische Bär
  • Die Zuckerdose will nach vorn
  • Eindrückliche Landschaften
  • Warstein und ein Schloss - das passt zusammen
  • Mal oben und mal unten - die beste Windströmung wird gesucht
  • Dieser Pilot hat einen Landeplatz gefunden
  • Bauernhöfe so weit das Auge reicht

befestigen musste. Darauf wurde die gefahrene Distanz, die Höhe und die Strecke aufgezeichnet. Es galt in der vorgegebenen Zeit eine möglichst lange Strecke zurück zu legen. Dabei durften die drei ausgeschiedenen Gebiete, Reiterhöfe oder ein Gnadenhof nur in einer bestimmten Mindesthöhe überfahren werden - ansonsten gab es Strafpunkte. Andreas Frank hat die Aufgabe des Piloten übernommen, Eugen Nussbaumer ist der "Verfolger" und ich durfte als Fotograf dabei sein. Ein eindrückliches Erlebnis.

Am Abend gab es dann wieder einen Massenstart. Bereits am Morgen hatten wir Lucky Joe mit der Airbus-Hülle ausgetauscht und die nächsten Fahrten sollten so stattfinden.

  • Mit der Airbus-Hülle bereit für den Abendstart
  • Massenstart mit über 100 Ballonen
  • Die Zuckerdose und der Schraubendreher
  • Dino der Drache war auch dabei

Bei der Abendfahrt waren Andreas und ich die Verfolger, die Frauen spazierten durch die Budenstadt und nach unserer Rückkehr und dem feinen Nachtessen im "Pilot In" gab es eine Überraschung: gebrannte Mandeln und einen Schlummertrunk.



Dienstag, 5. September

Der Dienstag war ein richtiger Ballontag. Früh aufstehen und eine schöne Morgenfahrt. Nach dem Mittag eine kurze Pause und dann schon wieder vorbereiten für den Abendstart. Clarissa und Vreni unterstützen uns

  • Morgens und abends Massenstart
  • Unser Ballon beim Start
  • Unser Ballon
  • Auch Seehunde können fahren
  • Die Sonne von Warstein, eine ganz besondere Spezialform
  • Viel Aufwand für die Bodencrew und die Hülle zu schliessen
  • Eine Sonne am Himmel
  • Auch die Sonne kann fahren
  • Bären der Lüfte
  • Auch für die Verfolger ein eindrückliches Bild
  • Der ADAC ist auch in der Luft vertreten
  • Alles eingepackt - nun folgt die Ballontaufe

wieder als Bodencrew (und dann gab es am Abend wieder Mandeln). Beide Starts gingen planmässig über die Bühne. Am Nachmittag war besonders, dass die Spezialform der Sonne aufgestellt und auch gefahren wurde.  Das war nicht nur für uns zum Staunen, nein auch für die vielen Besucher war das sicher der Höhepunkt des Tages. Je nach Wind war der Abendstart etwas früher oder etwas später und man merkte gut, dass der Herbst an die Türen klopfte. Jeden Tag dämmerte es etwas früher, was aber der Stimmung nicht abträglich war.



Mittwoch, 6. September

Der Mittwoch war ein spezieller Tag. Es war nicht der Umstand, dass wir eine Stunde früher aufstehen mussten, nein der Startplatz war auf dem Flugplatz Paderborn-Lippstadt. So fuhren wir zuerst an den Flughafen, holten unsere Passagiere ab und gingen zum Eingangstor. Nach einer Leibesvisitation durften wir hinter dem "Follow-me-Car"

  • Abend-Massenstart
  • Unser Airbus erhebt sich
  • Bald geht es los, die Passagiere sind gespannt
  • Bereit zum Start
  • Startfreigabe ist erfolgt
  • Sieht sehr unkoordiniert aus - ist es aber nicht
  • Cola kurz vor der Abfahrt
  • Seehund trifft Cola
  • Eine würdige Vertretung
  • Auf zu neuen Taten
  • Alles hat gut geklappt
  • Night Glow sind ein riesiges Spektakel für die Zuschauer

zum Startplatz fahren. Das Aufstellen ging schnell und die Ballone verschwanden am Himmel. Zurückgeführt zum Ausgang fuhren wir dann den Ballonen hinterher, sammelten unseren Ballon ein und brachten die Passagiere wieder an den Ausgangspunkt.

Am Nachmittag dann wieder ein Massenstart auf Platz A in Warstein. Auch wenn es auf den Fotos teilweise recht chaotisch aussieht, so ist es nicht. Unterdessen hat jeder seinen Platz gefunden und die Rücksichtnahme beim Start ist sehr gross. Es ist ja auch kein Wettrennen wer zuerst in der Luft ist. Stau gibt es erst an der Tankstelle, wenn 100 Ballonteams Gas nachtanken müssen. Aber auch da gibt es verschiedene Ansätze: tanken dann essen, essen dann tanken, nur jedes zweite Mal tanken u.s.w. Für uns auf jeden Fall war es toll, hier sein zu können.



Donnerstag, 7. September

Am Donnerstag standen wieder zwei Starts auf dem Programm. Die Wetterlage war immer noch sehr stabil, wenn auch wenig Wind. Das störte uns nicht, wir wollten ja auch nicht zum Nordpol fahren. Die Gegend geniessen und

  • Das zu erleben ist ein Traum
  • Einzigartiges Gelände für diesen Anlass
  • Wenn ein Pilot den Wind gefunden hat kommen alle nach
  • Kein Stress - einfach nur Ruhe
  • Freunde im Schlepptau
  • Morgens ist es einfach schön zu fahren
  • Der Herbst hält langsam Einzug
  • Nein, er ist nicht allein
  • Eine Sonderform
  • Warsteiner in der Luft
  • Unser Ballon als Schatten auf einem abgeernteten Feld
  • Wunderschöne Landschaften ziehen an uns vorbei
  • Ein Himmel voller Ballone
  • Was in dem Feld wohl versteckt ist?

in der Luft zu sein war uns gut genug. Für die Morgenfahrt waren uns keine Passagiere zugeteilt, so hatten der Pilot, Eugen Nussbaumer und ich den Korb für uns alleine. Es beeindruckt mich immer wieder, wie die Piloten das Gespür haben und die Strömung finden. So ging es heute nicht schnell aber doch zügig voran bis über die Autobahn. Nicht alle Piloten fanden die richtige Höhe und landeten vor der Autobahn - Eugen nicht. Die Abendfahrt war dann wieder mit Passagieren. Immer schön mit anzusehen wenn sie etwas nervös sind. Heute war das nicht der Fall denn wir hatten keine Neulinge an Bord.

  • Warten bis die Vorbereitungen beginnen können
  • Warten bis die grüne Flagge gehisst wird
  • Grüne Flagge heisst, dass die Startvorbereitungen getroffen werden können
  • Kaum ist die grüne Flagge gehisst wird mit den Startvorbereitungen begonnen
  • Startklar
  • Blick der Startleiterin nach oben ob alles frei ist
  • Die Startleiterin gibt den Start frei
  • Gestartet
  • Ein ganzes Tablett mit Biergläsern - und das in luftiger Höhe
  • Heinrich ist mit seinem Ballon ebenfalls gestartet

Kaum ist die grüne Flagge gehisst können die Piloten mit der Bodencrew die Startvorbereitungen beginnen. Selbstverständlich helfen die Passagiere beim Aufstellen wie nach der Landung beim Zusammenräumen tatkräftig mit. Sobald der Pilot startbereit ist meldet er sich mit Handzeichen beim Startleiter oder der Startleiterin. Sie überprüft ob der Himmel über dem Ballon frei ist und erteilt dann per Handzeichen die Startfreigabe. Ein Prozedere das Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf garantiert. Vielen Dank gehört Ihnen, aber auch dem Organisationsteam, den vielen Helferinnen und Helfern, Ordnern und der gesamten Blaulichtorganisation.



Freitag, 8. September

Der Freitag bescherte uns wieder zwei Fahrten. Die Wetterlage war sehr stabil, wenn auch nicht allzu schnell. Dennoch zog es unsere beiden Piloten Eugen (Westfälischer Wachdienst Lippstadt) und Andreas (Airbus) "in die Ferne". Gemäss Meteorologen soll der Wind hinter der Autobahn schnell abflauen. Das hinderte unsere zwei Profis nicht, bis nach Lippstadt zu fahren und dort einen Landeplatz zu suchen. Die Leute von der Gastankstelle warteten geduldig, bis auch wir

  • Von vielenBallonspottern verfolgt
  • Airbus mitten drin
  • Der König der Biere in der Luft
  • Eugen kurz vor der Landung in Lippstadt
  • Auch Andreas fuhr bis Lippstadt
  • Viel bestaunte Sonderformen
  • Letzte Besprechung des Piloten mit der Bodencrew

unsere Gasflaschen wieder aufgefüllt hatten. Auch das war sehr professionell organisiert und wurde immer sehr kundenfreundlich gehandhabt - so wie es in der "Ballonfahrerwelt" üblich ist. Vielen Dank.

Am Mittag wurde dann die Hülle getauscht und Lucky Joe hatte wieder einen Einsatz - sehr zur Freude des

  • Nun war wieder Lucky Joe an der Reihe
  • Massenstart am Freitagabend
  • Abendliche Ausfahrt
  • Mit viel Aufwand den Ballon kreiiert
  • Wunderschön und bunt
  • Auch ein Ei war dabei
  • Die Zuckerdose auf der Überfahrt
  • Das grösste Feuerwehrauto der Welt
  • Der schlaue Fuchs
  • Mit dem Orient Express über Warstein

Publikums. Ich versuchte als Verfolger bei dieser Fahrt möglichst viele Sonderformen zu fotografieren.

Der Abend war dann lang mit der Modellballon-Show, dem Night-Glow und dem Feuerwerk.

Ich erlebte das Feuerwerk nur akustisch, da ich mich in den Wohnwagen zurückzog und die Fotos des Tages bearbeitete.



Samstag, 9. September

Samstag, Abschlusstag. Zwei Fahrten stehen noch an, aber der Wind ist sehr schwach. Dennoch steigen über 100 Ballone auf und geniessen den Tag. Wieder ein sonniger, warmer ja fast schon heisser Tag. Zum Abschluss kamen wieder tausende Zuschauerinnen und Zuschauer mit "Kind und Kegel" auf den Platz, sahen die Ballone und die Starts, die Buden, den Kirmestrubel und am Abend den Night-Glow und das Abschlussfeuerwerk.

  • Letzter Morgenstart
  • Hab ich euch überrascht?
  • Zwei Freunde auf gemeinsamer Fahrt
  • In Bodennähe die besten Windverhältnisse aber ACHTUNG auf die Windräder
  • Spielen wir Verstecken?
  • Der Zuschauerparkplatz ist voll
  • Kaum zur letzten Fahrt gestartet rüsten sich die Spezialformen zu einer amüsanten Show
  • Selbst der Anhänger des Orient Express ist stimmig
  • Ein Stelldichein der besonderen Art
  • Froh ist, wer einen Sitzplatz gefunden hat
  • Viel Betrieb im Kirmestrubel
  • Zum Abschluss ein Night Glow
  • Das muss man erlebt haben um es zu glauben
  • Die Buden haben Hochbetrieb
  • Hast du den Fuchs gesehen?

Erst ein Mal in der Geschichte der Warsteiner Internationalen Mongolfiade konnten so viele Fahrten durchgeführt werden. Ein RIESENerfolg.

Über 160`000 Besucher bestaunten 1156 Ballone an den 13 Ballonstarts die durchgeführt werden konnten. An einem Massenstart nahmen 109 Ballone mit ihren Piloten und Pilotinnen teil und das bei 170 gemeldeten Ballonteams. 33 Sonderformen konnten bestaunt werden, unter anderem auch "Cheers" - das Tablett mit den Biergläsern.

Es war eine sehr gelungene Veranstaltung und das Erfreuliche ist: Alle freuen sich auf die Ausgabe 2024, die 31. Warsteiner Internationale Mongolfiade vom 30. August bis 7. September 2024.

Für uns hiess es dann zusammenpacken, am Sonntag nochmals ein gemeinsames Frühstück und dann Abschied nehmen und die rund 650 km wieder unter die Räder nehmen.

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