top of page

Biedermeier-Fest 2026

vor 4 Stunden
4 Min. Lesezeit

Biedermeierfest 2026

„Nach dem Fest ist vor dem Fest“. Das Biedermeierfest 2026 ist vorbei und ich denke es lohnt sich, kurz einen Rückblick zu machen. Jedoch bereits jetzt möchte ich mich bei all Denjenigen entschuldigen die nicht namentlich erwähnt oder bildlich dargestellt werden. Es sind einfach zu Viele.



Planung, Vorbereitung, Bereitstellung

Das Organisationskomitee unter der Leitung des Präsidenten

des Vereins: „Biedermeier Heiden“, Norbert Näf, hat ganze Arbeit geleistet. In vielen Sitzungen und Besprechungen wurde die Planung vorangetrieben und vorbereitet – und dies alles in der Freizeit und gratis. Obwohl man oft sagt: „Gratis ist nichts wert“, stimmt es hier ganz und gar nicht. Jedes der Ressortmitglieder hat sich voll ins Zeug gelegt – und es hat sich gelohnt, wie das Resultat gezeigt hat. Die Woche vor dem Fest war intensiv, vor allem auch für die Baumannschaft.


Fest

Das Fest selbst war nicht weniger intensiv aber viel kürzer. Am Samstag begann es um 10 Uhr mit der Eröffnung Handwerkermarktes, der seine Tore bis 18 Uhr offen hatte. Dann am Abend der Biedermeierabend im Kursaal. Am Sonntag waren von 10 bis 17 Uhr wieder alle zur Stelle. Am Morgen der Festakt und um 14 Uhr der traditionelle Umzug. Ein wichtiger Mitspieler konnte an Bord geholt werden: Petrus. Auch wenn der Samstag etwas bewölkt war, der Sonntag zeigte sich von der sonnigen Seite. Also das ganze Wochenende kein Regen. Da geht ein Dank nach oben.

Schön war, dass das gesamte Fest mit einer Ausnahme sehr friedlich über die Bühne ging. Ein notorischer Nörgeler und Stänkerer – leider ein Vereinsmitglied – wusste sich einmal mehr nicht zu benehmen. Das war sehr bedauerlich, da es nicht nur den Präsidenten und die Organisatorin des perfekt organisierten Umzuges traf sondern auch eine Teilnehmerin. Ich hoffe, dass dieses Fehlverhalten Konsequenzen hat.


Handwerkermarkt und Brocante

Der Handwerkermarkt begann jeweils um 10 Uhr, wobei an den Ständen schon

einige Zeit vorher alles bereit war. Gezeigt wurden viele handwerkliche Arbeiten von früher und auch heute. Interessant war zuzusehen, dass sich gewissen Tätigkeiten und auch Materialien kaum geändert haben. Besonders viel Zuspruch fand die filigrane Tätigkeit, Schmuck aus Haaren herzustellen. Samstag wie Sonntag gab es kaum ein Durchkommen durch die verschiedenen Zelte. Die Leute blieben gespannt stehen und bestaunten die Handwerksleute.

Im Hotel Krone organisierte das

Biedermeiermitglied Reto Menzi eine Brocante, also einen Markt mit Gegenständen aus dieser Zeit.

Auch an den Ständen zwischen den Zelten herrschte reges Treiben. Allerlei wurde zum Kauf angeboten und an Kulinarischem fehlte es nicht. Der Gastkanton Nidwalden brachte unter anderem einen Stand mit verschiedenen Leckereien mit.


Flanieren

Für die Biedermeierleute von Nah und Fern sowie aus dem Verein war das sicher ein Höhepunkt. Immer wieder wurden wir angesprochen und gefragt ob wir fotografiert werden dürfen. Sehr gerne haben wir die Zusage erteilt. Gerade die Kostüme der Frauen wurden immer wieder bestaunt. Das Flanieren an den Sonntagen war gerade auch in der Biedermeierzeit der Höhepunkt der Woche – und so leben wir es an diesem Wochenende auch.


Biedermeierabend

Am Samstagabend im Kursaal Heiden war ganz im Zeichen der Biedermeierzeit. Die Tanzgruppe des Vereins unter der Leitung von Claudia und Reto Eugster zeigten ihr Können und wurden mit grossem Applaus eingedeckt, was alle

  • Der Kursaal Heiden ist sehr gut besetzt
  • Tänzerinnen und Tänzer hören die Anweisungen des Trainers
  • Reto Eugster erklärt was wir machen
  • Juanita mit der „jungen Truppe“
  • Dank der Tanzgruppe an das Publikum

Tänzerinnen und Tänzer sehr freute. Ein Mitglied der Tanzgruppe – Juanita van der Wingen – studierte mit Kindern und Jugendlichen aus Heiden und der Region Tänze ein, welche sie dem dankbaren Publikum vortrugen. Sie wurden mit einem kräftigen Applaus belohnt. Für Speis und Trank wurde gesorgt und wer wollte konnte das Tanzbein schwingen. Ein sehr gelungener Abend.


Companie 1861

Diese Formation lebt wie in der Zeit der Gründung, 1861. Man konnte die Zeltstadt

bestaunen oder selber mit einem Vorderladergewehr schiessen. Die Truppe zeigte anhand eines Gefechtes wie es in einem Manöver zu und her ging. Am Festakt am Sonntagmorgen waren sie die Ehrenformation und eröffneten mit drei Salutschüssen diesen wichtigen Teil.


Verhaftung des Schmiedes

Auslöser des Brandes vor 190 Jahren war ein Funkenwurf in der Schmitte in Heiden. Es wäre falsch anzunehmen, dass es Brandstiftung war, es schien als sei der Wind stark und die Umgebung sehr trocken gewesen. In der heutigen Zeit hätte man sicher ein Feuerverbot erlassen. Tatsache ist nun aber, dass der

  • Der OK-Präsident verliest den Haftbefehl
  • Er wird sofort arrestiert
  • Und in Handschellen abgeführt
  • Durch die gesamte Gästeschar wird er geführt
  • Auch die Gehülfin musste mit
  • Das Urteil wird verlesen
  • Der Gesang reichte, dass der Schmid wieder freigelassen wurde

heutige Schmid von der Biedermeierpolizei in Sippenhaft genommen und abgeführt wurde. Der OK-Präsident verlas im Biedermeier-Kaffeehaus das Urteil. Seine „Gehülfin“ musste ihn durch einen Gesang auf Kaution befreien – was sie mit einem schönen Lied auch tat.


Festakt

Kein Fest ohne Festakt. Und so war es auch am Biedermeierfest 2026. Nach den Salutschüssen und dem Einmarsch leitete der Moderator gekonnt durch den Anlass mit Ansprachen des OK-Präsidenten und den politischen Repräsentanten aus dem Gastkanton Nidwalden, Appenzell und St. Gallen. Zwischen den Ansprachen Auftritte der Tanzgruppe des Biedermeiervereins, dem Trio Bergwald und dem Treychleklub Chouäfichs. Imposant war der Aufmarsch des „Nidwaldner Harst“ für die Ansprache von Frau Landamann Karin Kayser-Frutschi.

  • Warten auf den grossen Moment
  • Die Ehrengäste versammeln sich
  • Salutschüsse der Ehrenformation
  • Die Ehrenformation hat Aufstellung genommen
  • Einmarsch der Biedermeier
  • Der Anführer des Nidwaldner Harst
  • Lautstarke Unterstützung
  • Der OK-Präsident begrüsst
  • Auch sanfte Töne sind zu hören
  • Die Nidwaldner Delegation
  • Sie sind in friedlicher Absicht im Appenzellerland

Umzug

Um 14 Uhr begann der traditionelle Umzug. Dieses Jahr nahmen 27 Gruppen daran teil, eine noch nie da gewesene Zahl an Teilnehmenden. Bei strahlendem Sonnenschein spazierten die Gruppen die rund 1,5 km lange Strecke zur grossen Freude der anwesenden Leute. Mehr als eine halbe Stunde vor Beginn sicherten sich die Ersten ihren Platz entlang der Route. Die zahlreichen – sehr zahlreichen – Zuschauerinnen und Zuschauer belohnten die Akteure mit immer wieder aufbrausendem Applaus. Das war auch eine Belohnung für das OK, dass sie alles richtig gemacht haben und sich die grosse Arbeit gelohnt hat.


Schlussgedanke

Ein Biedermeierfest dieser Grösse zu organisieren ist eine Mammutaufgabe. An einem Fest dieser Grösse Helfer zu sein ist mit viel Herzblut verbunden, zwar streng aber auch eine grosse Freude.


Die vielen glücklichen Gesichter der Gäste und Besuchenden zu sehen war eine wunderschöne Entschädigung und motiviert sicher Alle, in vier Jahren am 10. Biedermeierfest wieder dabei zu sein.


Somit freuen wir uns bereits jetzt auf das Jahr 2030 wenn wir wie zur Biedermeierzeit sagen können „Habe die Ehre“.

Verein Biedermeier Heiden
Verein Biedermeier Heiden

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page