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Kräuter-Spaziergang in Untervaz

  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen


Am 19. Mai führte Rahel Regli (die Mittlere meiner drei wunderbaren Töchter) in Untervaz einen Kräuter-Spaziergang durch. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen 11 Frauen aus Untervaz an diesem Rundgang teil.

Treffpunkt war bei der "Ölbrücke". Ort und Zeit waren so gewählt, dass die Mütter ihre Kinder in die Spielgruppe bringen und am Schluss des Spazierganges wieder abholen konnten.

So versammelte sich eine Schar von Teilnehmerinnen und war sichtlich gespannt was da kommt. Zu Beginn erklärte Rahel wie der Spaziergang ablaufen solle, sowie auch die rechtliche Situation für "Kräutersammlerinnen". Es soll ja gesittet zu und her gehen und nicht wie man aus den Märchen kennt, dass die Hexen und Zauberer auf ihren Besen herumkurven und sammeln was sie nur können.


Kaum gestartet wurden bereits die ersten essbaren Pflanzen entdeckt und besprochen. Da auch einige Frauen bereits Erfahrung mit essbaren Wildkräutern und Heilpflanzen hatten, erfolgt bald ein reger Austausch an Informationen und Tips für die Zubereitung im Essen oder der Produktion von Tee, Salben und Tinkturen.

Es wurde nicht nur über die essbaren Pflanzen gesprochen, auch über giftige oder mindestens nicht essbare Gewächse oder die eigentlich nicht heimischen Neophyten (teilweise essbar).

Ein Bereich in den Gesprächen war auch die Düngung auf den Feldern und Äckern, die Verunreinigungen entlang von Strassen und Eisenbahn und die Abgase und Rückstände aus den Kaminen von Industrie und Häusern. Schön war mitzuerleben, dass keine negative Stimmung aufkam und das Erlebnis des Lernens über die Pflanzen das Wichtigste war.


So Vieles wurde angesprochen. Leider konnte ich mir nicht alles merken. Aber Einiges blieb auch bei mir haften, es sind aber unvollständige Angaben:

Rotklee Sirup

Spitzwegerich bei Insektenstichen und gegen Husten

Breitwegerich gegen Blasen und bei Schürfungen

Brennessel in Salat, als "Spinat" oder getrocknet als Chips

Giersch gegen Gicht und als Wildgemüse

Löwenzahn Honig, Lebermittel, als Frühlingskur oder "gebacken und

gesalzen" als Stengel. Blatt, Blüte, Wurzel und Knospen können

verarbeitet werden

Berufkraut Sirup (sehr lecker)

Goldrute Blüten essbar

echter Dost wilder Majoran oder als Oregano-Gewürz

Gänseblume systemstärkend, Blüte für das Immunsystem und Blätter in den

Salat

Schafgarbe krampflösend, Magen/Darm, bringt ins Gleichgewicht was aus dem Gleichgewicht ist, Frauenheilmittel

Wiesenbärenklau als Gemüse, "Spinat" oder in eine Quiche

Wiesensalbei entzündungshemmend bei Zahnfleischproblemen


Hahnenfuss nicht essbar und giftig.

Bei einigen Pflanzen ist natürlich die Zubereitung und die Menge ebenso entscheidend, wie auch welche Teile der Pflanze man verwenden kann.


So ging ein fröhlicher und lehrreicher Spaziergang zu Ende. Die zufriedenen Teilnehmerinnen hoffen auf eine Wiederholung.


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