Birkeland Sommer - Woche 3
Montag, 17. August - Tag 15

Der heutige Tag galt der Geschichte Norwegens. Ein Besuch im Kanonenmuseum in Kristiansand. Nach der Invasion durch Nazi-Deutschland wollte der Herrscher des Dritten Reiches die Herrschaft über den Sakgerrak, also die Verbindung zwischen Nord- und Ostsee. Dänemark und Norwegen trennen ca 116 km See. So wurde im Frühjahr 1941 in Møvik mit dem Bau eines Forts und der Batterie Vara begonnen. Ca 1400 Personen arbeiteten hier, unter anderem auch russische Kriegsgefangene. Etwa gleichzeitig begann der Bau einer solchen Anlage in Dänemark. Für den Betrieb wurden ca 450
Gleiche Bauweise wie auf den grossen Kriegsschiffen Munitionswagen 38 cm Projektil, ca 1000 kg schwer Hier wurde die Munition hereingegeben Hülse, links Treibladung, je 95 kg Pulver Schiffsdiesel für die Stromerzeugung Kanone Kaliber 38 Eher spartanischer Mannschaftsraum Vorne Kanone 2, hinten Kanone 1 Die Kanone 1 wurde nie fertiggestellt Ca 1 km Schienen für die Versorgung und Munitionstransporte Munitionsdepot für die Kanonen 1 und 2 Die Einfahrt in den Hafen von Kristiansand in Schussweite Infanterie schützte das Fort Zurückgebaute Kanone 3
Marinesoldaten und ca 150 Infanteristen für den Schutz hier hin beordert. Im Jahr 1942 wurden die Kanonen 2, 3 und 4 probegeschossen. Die Kanone 2 mit einem Kaliber 38 cm und einer Reichweite von 55 km erreichte beinahe die Mitte des Skagerrak´s. Erst im Sommer 44 wurde an der Kanone 1 weitergebaut (Überbau über der Kanone 4,5 m und die Wände 3,8m dick). Zu Beginn 45 waren ausser dem Rohr
alle Teile angekommen. Das Rohr selbst erreichte nie norwegischen Boden. Das Schiff „Porto Allegre“ wurde im Februar 45 mitsamt dem Rohr in der Meerenge versenkt. Die Batterie war nie im Kriegseinsatz. 1962 wurden die Kanonen 3 und 4 sowie die eingelagerten Teile der Kanone 1 verschrottet. Das Kanonenmuseum ist eindrücklich und bedrückend zugleich.
Dienstag, 18. August - Tag 16
Der heutige Tag verging wie im Flug. Am Morgen ein Spaziergang an den Fluss namens „Tovdalselva“ und dann den Tag geniessen. Es ist hier so schön, so lieb hergerichtet in einem Meer von Blumen, da wissen wir gar nicht ob wir einen
Man weiss noch nicht genau wo das Wetter hin will Hier ist ein guter Platz zum Fischen Die enge Stelle war im Winter stark vereist Der Fluss führt sehr wenig Wasser Einfach gemütlich Die Lieferung von Lisa-Konfitüre Blick auf die andere Talseite
Ausflug machen sollen. Dann habe ich noch die Konfitürenlieferung von Lisa kontrolliert und eine Anmeldung bei AVINOR gemacht, damit ich Flugpläne für meine Dronenflüge einreichen kann. Am Abend gab es dann noch einen Spaziergang in der Kiesgrube mit Blick auf die andere Talseite. Morgen möchten wir nach Kristiansand.
Mittwoch, 19. August - Tag 17

Vennesla war heute auf unserem Ausflugsprogramm. Der Ort hat knapp 16´000 Einwohner, wovon etwa die Hälfte nach Kristiansand (ca 20 km) arbeiten geht. Die Fläche der Kommune ist enorm und beträgt ca 384 km2. Hauptarbeitgeber war über 125 Jahre die Papier- und Holzindustrie. Um das Holz nach Vennesla zu bringen, wurde in den Sommermonaten der Jahre 1952-57 eine Holzrutsche gebaut – Tømmerrenna genannt. Sie beginnt beim Beihølen
Im Areal des Kraftwerkes Durch das Loch im Berg käme der Steinsfassen - Wasserfall wenn es genügend Wasser hätte Die Tømmerrenna - Holzrutsche Die Schiene der Setedalsbanen Gletschermühlen am Wegesrand Die jetzt begehbare Holzrutsche In dieser Rutsche schwammen die Baumstämme Unter der Bahn durch …. …. Über zwei Seilbrücken … …. Und durch kurze und längere Tunnels Ein Blick zurück Mehrere Stufen im Fluss - bei diesem Niedrigwasser nicht so eindrücklich Hier fielen die Baumstämme in den See für den Weitertransport Als Lager und „Organisationsplatz“ diente der See
Dam und führt bis zum Steinsfossen Kraftwerk über zwei Hängebrücken und durch einen Tunnel. Sie ist die längste noch erhaltene Holzrutsche Norwegens.
Ein weiteres touristisches Standbein ist die Setesdalsbanen. Die Schmalspurbahn wurde 1896 eröffnet und führte von Kristiansand bis Byglandsfjord. 1962 wurde der Betrieb eingestellt und seit 1964 ist ein 8 km langes Teilstück von Grovane bis Røyknes stasjon in den Sommermonaten eine Museumsbahn mit einem geregelten Fahrplan.
Donnerstag, 20. August - Tag 18
Wunderschönes Anwesen Sehr ruhig und doch gut erreichbar Der Fluss Tovdlaselva Einfach schön
Heute war Hamresanden unser grosser Spaziergang. Doch zuvor noch einen Nachtrag von gestern. Unterdessen habe ich mehr über die App NINOX DRONE 2 von AVINOR gelernt, bin registriert als Dronenpilot und kann einen Flugplan einreichen. Warum ich das können muss. Hier in Birkeland liegen wir in der „erweiterten Kontrollzone“ des Flughafens Kristiansand in Kjevik. Somit darf man nur mit einer Bewilligung fliegen und muzss für jeden Flug einen Flugplan einreichen. Das habe ich gemacht und konnte zwischen 17 30 – 19 30 Uhr fliegen. Leider war das Wetter etwas bewölkt, aber man sieht trotzdem wie schön das Anwesen liegt. Bei Gelegenheit mache ich dann noch Fotos des Gartens.
Auf der anderen Seite des Flusses - der Flughafen Die Positionslichter im Fjord Ein Paradies für Merlin Felder von Heiderosen Sehr gepflegte Anlage Die Schule hat begonnen, sonst wäre hier alles voll Kunst oder einfach so belassen? Zum geniessen Die Kartoffelrosen Meine Zwei Ein Platz zum Energie tanken Ohne Worte Von der anderen Seite der Bucht
Nun, wie gesagt ging es heute nach Hamresanden. Diese Freizeitumgebung liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Flughafens im Tovdalsfjorden und ist ein sehr beliebter Ort für Spaziergänger, Hündeler und an den Wochenenden der Ausflügler aus Kristiansand. Die Natur wird weitestgehend in Ruhe gelassen und die Bänke, Grillplätze und Strände sind sehr gepflegt. Nebst ganzen Feldern von Heiderosen wachsen neben den Föhren viele Birken und – ich habe heute eine neue Pflanze kennengelernt – Kartoffelrosen. Merlin und wir haben den Spaziergang sehr genossen. Anschliessend fuhren wir in den Sørlandspark, ein riesiges Einkaufsgebiet mit unvorstellbar vielen Geschäften. Mittendrin das Sørlandssenteret ist um einige grösser als der Messepark in Dornbirn. Im Restaurant „Egon“ gab es Lunch, also Mittagessen und nachher herumbummeln und wieder zurück in unser kleines Paradies.
Freitag, 21. August - Tag 19
In Kristiansand gibt es so viel zu sehen und zu erleben. Man weiss fast nicht wo beginnen, aber heute haben wir etwas Besonderes gemacht. In der Nähe des Kunstsilo`s liegt die Insel Odderøya. Auch wenn sie nur von vielleicht 10 m Wasserkanal vom Festland entfernt ist, ist es eine Insel – eine geschichtsträchtige Insel. Das war aber nicht der Hauptgrund, dass wir hier waren. Ganz in der Nähe der Odderøyahallen ist ein grosser Parkplatz, der wie an den meisten Orten in Norwegen mit dem App „easypay“ bezahlt werden kann. Deshalb entfällt die Suche nach dem Parkautomaten. Daraufhin haben wir uns auf eine
Unsere Rundwanderung mit einer Abweichung - zum Odderøya fyr Künstlerhaus Mit viel Phantasie gemacht Riesig Oppla - der Fisch will weg Hintere Fassade Tolle Aussicht Hier geht es noch moderat bergauf Die Modellbauer von Kristiansand Das „Stadion“ wurde von 1957-67 von Soldaten gebaut Hier wohnt der Vogelkönig
Rundwanderung gemacht, welche ich auf dem App „UT“ gefunden habe. Rund 3 km lang, 98m Höhenunterschied und ca 1 Stunde. Wir brauchten natürlich länger, da es so viele schöne Fotosujets gab. Kurz nach dem Start befindet man sich in einem wahren „Künstlerquartier“ mit Atelier´s und einem kultugen Haus. Dann geht es recht gemächlich rauf und runter und man hat einen schönen Ausblick auf die Küste und kommt dann zur Werkstatt der „Kleinhäuserbauer“. Nun folgt der historische Teil. Odderøya war
Die grösste Granate der Welt mit 1 Das Fliegerabwehgeschütz Nächste Vogelbehausung Beobachtungsbunker Heute ein schöner Aussichtspunkt …. …. Eben ein Aussichtspunkt Dann ging es steil bergauf …. …. Und hinten ebenso steil bergab Wer sieht das Piratenschiff? Hier ist es Weiter steil bergab zum Leuchtturm Odderøya fyr Nachher gings bergauf als sei man am Schlussgrad des Mount Everest
einst eine schwerbewaffnete Insel mit der gesamten Infrastruktur die es braucht. Von Beobachtungsposten über Fliegerabwehrgeschützen bis Kanonenstellungen, Laufgräben und vielem mehr war alles da. Die gesamte Insel war zum Schutz des Hafens von Kristiansand bereits im 17. Jahrhundert bewaffnet und im Zweiten Weltkrieg massiv ausgebaut. Es gibt einen Verein, Freunde von Odderøya welche Bänke, Tische, Aussichtspunkte unterhalten und für Sauberkeit sorgen. Odderøya ist eine der grössten „Friluftsområde“ (Freizeitumgebung) von Kristiansand. Auf der anderen Seite der Insel der Leuchtturm, welcher die Einfahrt in den Hafen sichert. Eine sehr schöne, wenn auch sehr anstrengende Rundwanderung.
Den Abend verbrachten wir wieder mit Åse und Arild, welche uns zu einer von Arild selbst gekochten Fischsuppe einluden. Ein schöner Abend mit Freunden.
Samstag, 22. August - Tag 20
Am heutigen Tag wurden wir Wiederholungstäter (Wir waren im Winter schon hier). Mit dem Auto ging es in das Gebiet Boen, dort wo sich die Strasse von Kristiansand nach Birkeland trennt. Beidseitig des Flusses Tovdalselva führt eine
Der Boen-Wasserfall Unter der Brücke durch Letzte der vielen „Steinstufen“ Ab hier ist der Fluss schiffbar Knarestad mit Schiffsteg und Haus Bygdemuseum Es sah sicher schon bessere Z Sie begleiteten uns ein Stü Auf dem Weg nach Boen Gård
Strasse, die kurz von Birkeland wieder zusammenkommt. Unter der Brücke der Boenfossen, der Boenwasserfall – zur Zeit mit recht wenig Wasser. Wir fuhren zum Tveit Bygdemuseum. Es besteht aus drei Häusern und einem Schiffssteg. Der Ort wird auch Knarestad genannt. Knar war ein Typ Frachtschiff der Wikinger. Hier ist auch ein Schiffssteg denn die Tovdlaselva war von Kristiansand bis hier schiffbar und hatte später von 1856 – 1937 eine fahrplanmässige Verbindung mit einem Dampfschiff. Von hier gab es dann eine Fähre auf die andere Talseite. 1617 soll hier auch ein Steffen Knarestad gewohnt haben. Der Fluss wurde übrigens auch für den Holztransport genutzt. Bis hier wurde der Fluss als eine Art Holzrutsche benutzt, hier das Holz „gebündelt“ und dann nach Kristiansand zur weiteren Verarbeitung geflösst.
Boen Gård Das Haupthaus und heute Hotel Das Herrenhaus So wird man begrüsst Der Pavillon - heute fand eine Hochzeit statt Für Könige und Königinnen (die Toilette) Eine riesige Scheune Mächtige Stallungen Hier wurde früher Eis gelagert
Die Geschichte, insbesondere Boen Gård geht zurück bis in die Zeit als König Christian II Eigentümer war und die Lachsfischrechte besass. Der stattliche Gutshof beherbergte immer viele berühmte Leute, so unter anderem König Oscar II und Fridjof Nansen. Von 1520 bis 1940 waren verschiedene Herren hier an dem stattlichen Hof. Im Jahr 2012 wurde es für das Publikum geöffnet und ist seit einiger Zeit ein Hotel und Restaurant und gehört zu den Historischen Hotels und Speisestätten Norwegens.
Interessierst du dich für Lachsfischen? Für diejenigen die ca 10 Sekunden Geduld haben
Sonntag, 23. August - Tag 21
Der heutige Tag führte uns auf die andere Seite von Kristiansand, nach Mandal. Die Stadt gehört zur Kommune Lindesnes und liegt ca 45 km westlich von
Der Aussichtspunkt Uranienborg Eine gepflegte Altstadt und Fussgängerzone Fassadenkunst Auch hier mit viel Liebe zum Detail Der Mandalitten Modernes Hafenquartier mit vielen Blumen Die Schiffsgaragen Alte Schiffe im Hafen Der Badestrand Sjøsanden
Kristiansand. Die Stadt steht auf sehr sandigem Untergrund, weshalb viele Kiefern und Föhren gepflanzt wurden. So wurde der Boden der Erosion der Nordsee entrissen. Die Geschichte des Ortes geht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Berühmt wurde Mandal durch den Lachsfischfang und vor
Dahin wollen wir Da waren wir noch frohen Mutes Später verging uns der Spass etwas Das war der beste Teil des Waldweges Bald am Ende des „Klettersteiges“ Schon schön Herrliche Aussicht auf die Nordsee 2009 von der Kommune mit Sponsoren erstell
allem durch eine eigene Fangmethode. Der von uns gewählte Rundweg bestand zu 75% aus „steinsteigen“ und „wurzelnhüpfen“ und 25% aus einem geteerten Spazierweg. Der Rundweg ist nicht zu empfehlen.
Hier die Übersetzung einer Tafel, welche ich an einer „Lachstreppe“ gefunden habe:
Sie befinden sich jetzt bei Torkelsnot an der Lachsfischerei Østerland, deren Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht.
Die weiteren Netzfangstellen im Ästuar von Østerland sind: Svege not, Yste not, Bakme not, Nua not und Orms not. „Kjell“ ist die Bezeichnung der Lachsfischer für die Beobachtungstürme in Østerland; diese Bauwerke ragen 17 bis 19 Meter in die Höhe. Sobald der Beobachter die Leiter des Turms erklommen hatte, nahm er auf der „Satreia“ (der Beobachtungsplattform) Platz.
Von diesem Aussichtspunkt aus hatte er freie Sicht auf herannahende Lachse. Die Tonnen – oder Schwimmer – waren in einem Abstand von 7 bis 8 Metern zum Ufer positioniert, und die Netze selbst waren etwa 70 Meter lang.
Am Nachmittag verschlechterte sich die Sicht von den Türmen aus, weshalb der „Krakken“ – ein etwa drei Meter hoher Mast – auf dem Netzboot montiert wurde. In etwa zwei Metern Höhe war am Mast ein Querbalken angebracht, auf dem man stehen konnte; viele Fische wurden eingeholt, nachdem sie von dem auf diesem Mast postierten Fischer gesichtet worden waren.
Die Netzfangstellen in Østerland sind heute nicht mehr in Betrieb, da der Netzfang seit 1988 untersagt ist. Die Rechteinhaber in Østerland konzentrieren sich heute auf die Bewirtschaftung der Lachsfischerei sowie auf die Bewahrung der Kulturgeschichte, der Bauwerke und der Traditionen, die mit den Fischereistandorten Østerland und Nua verbunden sind.
Somit endet die Woche 3 unserer Ferien in Norwegen. Ich hoffe ihr seid nächste Woche auch wieder dabei. Tschüss und bis bald.



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