Tag 1 Bergen

17. Januar 2020 - Freitag

Kaum mit dem Bus am Hurtigrutenquai ange-kommen kommt das Einchecken. Das Vorgehen erinnert an einen Flughafen. Ein Couvert ist bereit mit den Unterlagen:

Ein Badge für alles, da wir ein Komplettpaket mit Essen, WLAN, Kaffee und Tischwasser gebucht haben. Wichtig ist, ihn immer bei sich zu tragen. Zu Beginn hinterlegt man die Daten der Kredit-karte, denn alle Käufe und Bezüge sind auf dem Schiff bargeldlos. Die Koffer und das Gepäck auf's Band - sie werden vor die Kabinentüre gestellt. Weiter sind Deckinformationen, ein Fahrplan, wichtige Informationen für den ersten Tag und die Angaben für das WLAN ent-halten. Dann etwas Geduld, bis wir über eine Gangway auf Deck 5 einsteigen können. 

Erst jetzt war ich sicher, dass nichts mehr schief-laufen konnte. Meine Angstträume von vergan-gener Woche von fehlenden Reiseunterlagen, verpassten Flügen, fehlendem Transferbus oder dem defekten Schiff waren nicht eingetroffen.

Kaum in der Kabine ein erster Rundgang auf dem Promenadendeck, unserem Deck 5. Ich fühlte mich grossartig.

Auf jedem Deck waren Monitoren mit dem aktuellen und dem folgenden Tagesprogramm aufgeschaltet. An dem für alle Reisenden obli-gatorischen Sicherheitsbriefing wurden wir auf die wichtigsten Punkte aufmerksam gemacht, unter anderem auch die Nachhaltigkeit auf dem Schiff. So verzichteten sie auf Papierprogramme und forderten uns auf, die Tagesprogramme zu fotografieren. Das funktionierte bestens und so sind jetzt bei jedem Tag die Programme dabei (Mit anklicken werden sie vergrössert und sind lesbar). Die Kabine war schnell bezogen, das Gröbste verstaut, die Angaben auf der Türe gelesen und wir waren bereit für die erste Mahlzeit, heute Abend ausnahmsweise Buffet.

Nach dem Essen dauerte es eine gewisse Zeit bis es 21 30 Uhr heissen sollte: "sail away - Leinen los". Ich vertrieb mir die Zeit mit dem Füllen meines iPad-Kalenders - ich wollte ja nichts verpassen.

Auf dem Fahrplan sind alle Ankünfte und Abfahrten in den verschiedenen Häfen auf-geführt, dazu ein Plan der Häfen und der Strecken auf offener See. Dies ist besonders wichtig wenn Gefahr besteht dass man seekrank wird, um die Tabletten zur richtigen Zeit zu nehmen.

Auch sind alle Begegnungen mit den anderen Hurtigruten-Schiffen verzeichnet, leider meist frühmorgens oder abends auf See. Leider meine ich wegen dem Licht zum Fotografieren und nicht wegen meiner Anwesenheit auf Deck.

Es lohnt sich auch alle Infos vom Monitor in den Kalender einzutragen, da es sonst nicht möglich ist den Überblick zu behalten.

Kurz vor 21 30 Uhr wurden wir über das Bord-informationssystem eingeladen, uns auf Deck 7 einzufinden um die Abfahrt gemeinsam zu erleben. Das machten wir dann auch und nach dem "Leinen-los-Drink" begaben wir uns in die Kabine und legten uns zur Ruhe.