Richard With - "Unser Schiff"

Das Schiff "Richard With" wurde nach dem Gründer der Hurtigruten benannt. Der Kapitän und Seefahrer gründete im Jahr 1893 die Gesellschaft: "Norwegian Coastal Express". Sein Ziel war es einen Seeweg zwischen den Inseln hindurch bis in den hohen Norden zu finden, um auch diese Orte mit den Gütern des täglichen Bedarfs regelmässig zu versorgen. Dieses Schiff wurde genau 100 Jahre nach Beendigung der ersten Reise des Hurtigruten-Gründers, in Dienst gestellt.

Das Hurtigrutenmuseum in Stokmarknes zeigt die Geschichte der Gesellschaft und die positive Veränderung des Lebens im Norden Norwegens durch die regelmässige "Postverbindung".

Die Richard With ist 122m lang und knapp 20m breit und wird dieselelektrisch angetrieben. Der Tiefgang beträgt lediglich 5m. Am 19. November 1993 wurde sie in Dienst gestellt und 2018 gesamtüberholt. Ca 55 Besatzungsmitglieder sorgen für die maximal 590 Passagiere. Wie auch ihr "Schwesterschiff" die Kong Harald ist sie eigentlich das ganze Jahr unterwegs. Auch unterwegs sind immer wieder Matrosen und die "fleissigen Bienlein" (Kabinenreinigung).

Diese Schiffe sind "Gebrauchsschiffe", das heisst sie sind dauernd unterwegs und versorgen Tag und Nacht die Häfen entlang der Küste von Bergen bis Kirkenes. So wurde auf der Fahrt nordwärts der Hafen von Kristiansund um 22 Uhr 30 angelaufen und um 01 30 Uhr wieder verlassen. Da auch Personenwagen mitgenommen werden können kann ein sehr aktives Treiben festgestellt werden.

Die "Richard With" hat 6 Decks (2 bis 7).

 

Das Deck 1 gibt es nicht - warum auch immer.

 

Auf Deck 2 ist das Autodeck, die Krankenstation und neben ein paar Kabinen eine Sauna.

Auf Deck 3 ist die Gangway und die Lobby sowie ein Grossteil der Kabinen. Hier beginnen alle Landgänge mit dem auschecken durch den "Bordbadge" und enden wieder hier, Hände desinfizieren und einchecken.

Das grosse Treiben ist auf Deck 4 mit dem Restaurant, à la carte Restaurant und dem Multi-mediazentrum. Ganz wichtig sind auch der Bereich "Kompass". Das ist die Rezeption (24 Stunden in Betrieb) und das Expeditionszentrum. Hier laufen alle Fäden zusammen, gibt es Informationen und können die Landgänge und Veranstaltungen gebucht werden. Ein kleiner und feiner Shop wird hier auch betrieben mit allerlei Nützlichem und Souvenirs.

 

Die Verpflegung auf dem Schiff ist regional. Frühstück und Mittagessen ist immer Buffet mit freier Sitzplatzwahl. Es ist abwechslungsreich und reichhaltig. Da auch in diesem Bereich sehr viel Wert auch Nachhaltigkeit gelegt wird ist man angehalten nur das an den Platz zu nehmen, was man auch isst. Man ist jedoch frei wieviel man am Buffet "nachfassen" will. Das Abendessen wird serviert und ist sehr regional geprägt. Bereits beim Frühstück ist die Menükarte aufgelegt, mit Beschrieb des Haupthafens, des Menü's und dem Ort, wo es produziert wurde. Beinahe in jedem Hafen wurden die frischen Lebensmittel an Bord genommen.

Deck 5 ist das Kabinendeck. Hier sind Kabinen in den verschiedenen Preisklassen. Wir hatten mit Kabine 573 eine Kabine ohne Sichteinschränkung durch Rettungsboote. Da wir die hinterste Kabine hatten waren wir sehr schnell auf dem Promenadendeck, was mir für das Fotografieren sehr zu Gute kam. Das Schöne auf Deck 5 ist, dass man rund um das Schiff laufen kann - was ihm auch den Namen Promenadendeck einge-bracht hat.

 

Deck 6 sind Kabinen - meist Suiten und ganz wichtig die Kommandobrücke.

Deck 7 sind die Bäckerei - Multe, der Fitness-raum, das Aussichtsdeck und der Bereich Salon & Panorama-Bar, auch Explorer genannt.

Nicht erwähnt habe ich die Küchen, Wäscherei, Motoren- und Frachträume welche für uns nicht zugänglich waren.