top of page

Montag, 23. Juni - Tag 44

Heute steht die Fahrt nach Oslo, der Hauptstadt Norwegnes an, wo wir dann den „Rest der Truppe“ wieder treffen. Oslo ist die letzte Station unserer Norgetur25.

Kurz bevor der Regen eingesetzt hat, habe ich noch ein paar Fotos des Campingplatzes gemacht. Topcamp Hallingdal ist nicht nur der Name Top, auch die Plätze alle mit Gras, Strom-, Wasser- und Grauwasseranschluss, ein grosses Restaurant und grosse und saubere WC- und Duschanlagen.

So wie es scheint müssen wir bei Regen aufräumen und losfahren. Ganz so schlimm wie vermutet wurde es dann doch nicht. Da es unterwegs aber ziemlich stark geregnet hat ist mein Wohnwagen wieder ziemlich sauber. Unterwegs begegneten uns zwei Besonderheiten. Zuerst ein „Doppeltunnel“. Ob es ein alter Tunnel ist oder ob er noch gebraucht wird ist mir nicht bekannt, es sah aber etwas sonderlich aus. Die zweite Besonderheit war eine Brückenkonstruktion einige km vor Oslo. Auf dem Platz angekommen haben wir am Empfang eingecheckt und unseren Platz bezogen. Der Campingplatz Bogstad, welcher auch zur TOPCAMP-Kette gehört, ist ein riesengrosser kinderfreundlicher Platz mit ganz guter Infrastruktur, alles Grasplätze, einem grossen Kinderspielplatz und einer Minigolfanlage.

Aufgrund der Zeit verzichteten wir auf einen Besuch in der Stadt. Das ist für morgen Dienstag geplant​​

Doppelklick für die Galerie

Doppelklick für die Galerie

Dienstag, 24. Juni - Tag 45

Heute steht ein Besuch von Oslo auf dem Programm. Es gibt so viel zu sehen, dass die Auswahl schwierig ist. Sehr viele Sehenswürdigkeiten sind sehr kompakt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln wirklich gut zu erreichen. Dazu kommt, dass die Strassen recht überlastet sind und nicht einfach den Überblick zu behalten. Es gibt hier einen Oslo-Pass für 24/48/72 h und die Ruter App. Der Oslo-Pass hat den Vorteil, dass alle Verkehrsmittel und fast alle Museen im Preis inbegriffen sind, die Ruter-App ist ideal als „Fahrplan“.

Andreas, Vreni und ich waren über 12 Stunden in der Stadt.

Besucht haben wir:

- das Munch Museum

- am Opernhaus vorbei

- den Zentralbahnhof angeschaut

- den Osloer Dom besucht

- das Parlamentsgebäude bestaunt

- das Nationaltheater von aussen bewundert

- bei Königlichen Schloss verweilt

- den Karl Johans gate heraufgeschlendert

- das Nobel Friedenszentrum besucht

- und gemütlich mit allen zusammen das „letzte“ gemeinsame Nachtessen anlässlich unserer Norgetur25 eingenommen.

Doppelklick für die Galerie

Munch-Museum

Doppelklick für die Galerie

Mittwoch, 25. Juni - Tag 46

Heute steht erneut ein Besuch von Oslo auf dem Programm. Unter anderem haben wir folgende Besuche gemacht:

- das Rathaus

​- die Festung Akershus

- das Widerstandmuseum

- das Forsvarsmuseet

- das Fram Museumdas Kon Tiki Museum auf Bygdøy, die Museumshalbinsel bei Oslo

​​

Am Abend sind wir gemütlich bei Sonnenschein auf dem Campingplatz zusammengesessen und den letzten gemeinsamen Abend genossen. Morgen früh werden Eugen und Clarissa die Heimreise antreten. Wir Alle wünschen ihnen eine gute Fahrt.

Doppelklick für die Galerie

Fram-Museum

Doppelklick für die Galerie

Architektur

Doppelklick für die Galerie

Denkmäler

Doppelklick für die Galerie

Donnerstag, 26. Juni - Tag 47

Heute heisst es von Clarissa und Eugen Abschied zu nehmen. Sie beginnen die Heimreise, da sie am Wochenende bereits wieder Verpflichtungen haben. Für den Rest der Gruppe steht erneut ein Besuch von Oslo auf dem Programm.

Wir haben den Vigelandsanlegg, die Kunstinstallation im Frognerpark besucht. Dieser „Komplex“ ist eine monumentale Figurensammlung aus Naturstein und Bronze, beginnend am Fuss des Hügels mit der Brücke und 58 Bronzeskulpturen, dann zum Springbrunnen und über Treppen zum Monolitten. Die 17 m hohe Säule besteht aus 121 Figuren aus norwegischem Iddefjord-Granit und wird von 36 Figurengruppen umgeben. Am höchsten Punkt der Anlage steht die Skulpturengruppe: „Zirkel des Lebens“. Bei schönem Wetter lohnt es sich, dem emsigen Treiben im Park zuzuschauen. 

Doppelklick für die Galerie

Freitag, 27. Juni - Tag 48

Heute fahren Andreas und Vreni über Göteborg und Kopenhagen Richtung Deutschland. Sie sind kurz nach 7 Uhr gestartet. Der Rest der Truppe bleibt bis Mittag auf dem Campingplatz. Ich habe noch einen Besuch im Fabrikladen von Lisa gemacht und die beste Molte-Konfitüre Norwegens eingekauft. Markus, Brigitta und ich nehmen die Fähre bis Kopenhagen und ab Samstagmorgen dann die Strasse in Richtung Heimat. Clarissa und Eugen sind kurz nach 17 Uhr zu Hause eingetroffen.

Kurz vor 12 Uhr verlassen Markus, Brigitta und ich den Campingplatz Bogstad​ und fahren quer durch die Stadt zur Anlegestelle der Nordic Crown von DFDS. Da das Tor noch geschlossen war, warteten wir auf dem Parkplatz der Reederei bis wir einchecken konnten. Der Verlad dauerte einige Zeit, da sie zuerst noch auf reservierte LKW und Busse warten mussten ehe wir dann an Bord gehen konnten. Den Weg in die Kabinen fanden wir schnell und bald trafen wir uns auf dem Aussichtsdeck. Viele Jugendliche und Familien waren an Bord, was uns etwas erstaunte. Als wir dann herausgefunden haben, dass am Samstag ein Thake That- Konzert in Kopenhagen stattfindet. Abgesehen bietet DFDS sehr günstige Angebote für Familien mit einem Besuch im grössten Freizeitpark Dänemarks. Wir genossen den letzten Blick auf Oslo und bei der Abfahrt bemerkte ich in mir, dass ein gewisses Heimweh hochkam. Ich komme ganz sicher wieder und nehme Annemarie mit. Sie soll auch so schöne Momente erleben wie ich sie erleben durfte. 

Bevor wir uns dem Buffet widmeten und dann schlafen gingen habe ich noch die Vorbeifahrt bei Oscarsborg erleben dürfen. Diese enge Stelle im Oslofjord hat beim Angriff der Deutschen im Zweiten Weltkrieg eine entscheidende Rolle gespielt. Durch den beherzten Angriff von Oberst Birger Eriksen ( nota bene ohne Rücksprache mit der Heeresleitung) auf „den schweren Kreuzer Blücher“ verschaffte er der Norwegischen Regierung und dem König das Verlassen von Oslo. Er ist für mich ein leuchtendes Beispiel, dass ein Handeln ohne Befehl aber im Sinne des Ganzen sehr erfolgversprechend sein kann.

Doppelklick für die Galerie

Doppelklick für die Galerie

Samstag, 28. Juni - Tag 49

Heute fahren Andreas und Vreni mit der Fähre von Rødby nach Puttgarden und dann weiter in Richtung Heimat. Am Morgen noch ein Besuch im Zollfreishop auf der Nordic Crown und dann ab zum Autodeck. Markus, Brigitta und ich haben um ca 10 Uhr 30 die Nordic Crown verlassen und sind Richtung Rødby gefahren. Die Verzögerung ergab sich durch einen „nichtdenkenden deutschen Touristen“ welcher dachte das Entladen gehe gleich langsam wie das Beladen und er wollte das seinem Kind nicht zumuten. Dafür hat er uns zugemutet, fast eine halbe Stunde zu warten, was wir nicht so toll fanden. Da die Fähre Rødby - Puttgarden nicht nach Fahrplan fuhr sondern immer wenn sie voll war, war die Verzögerung recht kurz. Im Gegensatz zu Andreas und Vreni die einige Stunden im Stau verbrachten, konnten wir verhältnismässig zügig durchfahren und waren kurz nach 20 Uhr auf dem Campingplatz Sultmer Berg, wo wir die letzte Nacht unserer Norgetur25 verbringen. Andreas und Vreni übernachten im Raum Würzburg.

Doppelklick für die Galerie

Sonntag, 29. Juni - Tag 50

Heute werden alle zu Hause erwartet.

​Kurz nach 7 Uhr sind Markus und Brigitta sowie ich vom Campingplatz Sultmer Berg abgefahren. Gut sieben Stunden Fahrt stehe uns bevor. Mit den Tankstops und einer ausgedehnten Pause sind wir kurz vor 15 Uhr zu Hause eingetroffen. Auch Andreas und Vreni erreichten heute ihr daheim kurz vor uns. Nachdem ich den Wohnwagen abgehängt und provisorisch hingestellt habe, wurde ich nicht nur von Annemarie und Merlin sondern auch von meinen Töchtern und Enkeln ganz herzlich empfangen. Sie haben alles vorbereitet, so dass wir eine richtige Begrüssungsparty feiern konnten. Auch die Nachbarn schauten vorbei und freuten sich, dass ich gesund (also fast gesund) und ohne Unfall die Reise abschliessen konnte.

Es waren gut 6500 km, 21 Campingplätze, über 3500 Fotos, keine Unfälle, keine grösseren Pannen und unendlich viele schöne Erinnerungen. Die Freundschaft mit Clarissa, Vreni, Brigitta, Eugen, Andreas und Markus hat uns sehr geprägt und wurde verstärkt. Ganz herzlichen Dank für die schöne und unvergessliche Zeit. Von dieser Reise werde ich noch lange zehren können.​

Ganz herzlichen Dank für euer Interesse an unserer Tour.

Doppelklick für die Galerie

Schlusswort

Die Tour war ein ganz tolles Erlebnis. Selbstverständlich trug dazu auch die Gruppendynamik bei. Wir waren eine gut eingeschworene Gruppe, die jedoch auch für individuelle Wünsche und Tätigkeiten offen war. Niemand wurde "eingeengt" und Jeder und Jede konnte selbst entscheiden was sie oder er machen möchte.

Es gab aber auch andere Faktoren, die zum Gelingen beitrugen:

- Klare Vorstellungen was mach machen möchte. Wir wollten Ferien machen, viel erleben aber nicht Unmengen Kilometer fahren. So legten wir früh fest, dass Kristiansund N der "nördlichste" Punkt dieser Reise wird und wir im Normalfall nicht mehr als zwei bis zweieinhalb Stunden zum nächsten Campingplatz fahren wollten.

- Eine gute Planung ermöglicht Improvisation. So konnten wir dem Wetter, den Strassenverhältnissen und unseren Erfahrungen gerecht werden und Anpassungen vornehmen. Geplant haben wir die Reiseroute und erstellten eine Liste mit Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten. Aus dieser "Tüte" an Möglichkeiten nahmen wir je nach Wetter, Lust und Laune etwas heraus. Ich machte mir jeden Abend ein Tagesprogramm für den nächsten Tag und nach der "Morgenbesprechung" wurde das Eine und das Andere realisiert.

- Viel Internetrecherche erspart Enttäuschungen. Nicht alle Apps und Beiträge die man findet sind aktuell. Es lohnt sich, immer den lokalen Anbieter zu suchen und dort die Daten abzurufen. So findet man teilweise Tagesbaustellen oder Öffnungszeiten und kann Wartezeiten oder Enttäuschungen umgehen.

- Die Reservation der Campingplätze war in unserem Fall sehr sinnvoll. Überall wo man reservieren konnte haben wir das getan. So konnten wir sehr oft Nahe beieinander stehen, was die Kommunikation und das Zusammensein erleichterte. Wenn man alleine reist ist es nicht so wichtig, denn es hat genügend Plätze in Reichweite.

- Als Optimierung würde ich beim nächsten Mal ein Vorzelt mitnehmen. Da wir nicht immer lange auf einem Campingplatz waren haben wir entschieden kein Vorzelt mitzunehmen. Das nächste Mal würde ich eines für die gesamte Gruppe mitnehmen. Wind ist in Norwegen immer ein Thema und man hätte einen wind- und regengeschützten Platz um zu essen, etwas zu besprechen, spielen und Vieles mehr. Sieben Personen in einem Wohnwagen ist zwar gemütlich aber doch recht eng.

So eine Reise mit Freunden zu machen ist ein Erlebnis der Extraklasse. Ich würde es mit grosser Freude wieder machen.

bottom of page